Unvergessliche Impressionen

2014 - Heureka !“ würde Archimedes jubeln, wenn er als alter Mann dieses Jahr Otelli besuchen würde: Endlich hatte das Programm bereits an der Première eine „vernünftige“ Länge und erstreckt sich nun erstmals in der Geschichte über „nur“ zweieinhalb Stunden …
Der Zirkus Otelli hat eine wunderschöne Saison hinter sich. Das für einen Zirkus doch eher ausgefallene Thema der Philosophie  -  bei uns interpretiert als Viehlosovieh  -  kam gut an, der philosophische Teil vor allem bei den Erwachsenen (unser Hauptpublikum), der viehlosoviehsche Teil vor allem bei den Kindern. Besonders ins Herz geschlossen haben die Zuschauer die echten Tiere, nämlich zwei Hunde (unsere seit vielen Jahren bewährte und routinierte Ayra und den riesigen Bernhardiner Mimi) und die Riesenschlange Thea. Diese Boa, eine Würgeschlange, allerdings hätten sich die meisten nicht um den Hals legen lassen …
Das Motto wurde mit zwei Elementen vom Eingang („griechische“ Säulen) über die Innendekoration des Chapiteaus, das Pausenbuffet bis zum Programmheft umgesetzt: Einerseits mit dem „Vogel der Weisheit“, der Eule, und andererseits mit Fässern. Der bekannte Philosoph Diogenes soll ja in Griechenland in einem Fass gelebt haben. Griechenland fand sich aber auch im „hauseigenen“ Orakel, dem „Orakel von oDELFIngen“, welches die vier Clowns mit weisen Sprüchen unterstützte.
Eine reiche Palette von akrobatischen und magischen Nummern verband die VIehlosoviehen: Bodenakrobatik, Rola-Rola, Einrad, drei Luftnummern, Zauberei, Seiltanz auf Steifdraht und Schlappseil, Fässlilaufen, Pyramiden, Todesleiter, Leitern- und Kugellauf und nicht zuletzt acht Jongleure, welche zwischen den Nummern und gemeinsam Stimmung ins Zelt brachten. Ein besonderer Höhepunkt war die „Invasion der Tiere“: Nicht weniger als 19 Tiere (echte und nicht echte) bevölkerten einzeln und in einer grossen Gruppe die Manege !
Als besonders stimmig wurde vom Publikum die Musik beurteilt. Zwei Väter mit ihren vier Söhnen und drei weiteren Otelli-Artisten zeichneten dafür verantwortlich. Immer wieder hoch geschätzt worden sind das sehr reichhaltige Buffet, die Kostüme, das Programmheft (64 Seiten ohne Reklame)  -  und das fröhliche Lachen aller jugendlichen Artistinnen und Artisten. Das wohl schönste Kompliment bekamen wir von einer begeisterten Zuschauerin: „Eine Vorstellung von Otelli ist wie eine Woche Ferien !“

25 Jahre Zirkus Otelli

die Sonderschau im Zirkus Monti

Zur Jubiläumsfeier des Zirkus Otelli gab es ein besonderes Leckerbissen. Nach der regulären Saison im September konnte das Programm 'Spiegelzirkus' in etwas verkürzter Form in einem professionellem Zirkus noch einmal 'gespiegelt' werden. Hierzu wurden auch alle 'ehemaligen' Otellis sowie die Verwandten der aktiven Artisten eingeladen.

Ein Erlebnis, welche sich noch lange in unser aller Errinerungen spiegeln wird.

 

2010 - bedeutete auch - 25 Jahre Zirkus Otelli. Zu diesem Anlass wurde ein langer Traum von Fritz zur Wirklichkeit, der Spiegelzirkus - nach gewohnt gründlicher Vorbereitung waren alle Spiegel erstellt und das Programm in den Köpfen und den Körpern der Artisten 'gespiegelt'. Was sich doppelt gelohnt hat, wie es sich bei den Auffürungen zeigte.

Das Programm konne ja nachmals im Oktober im Zirkus Monti gespie (ge)lt werden.

Der Zirkus Otelli Platz

Zum 25 Jubiläum fand Anfangs September2010 die Einweihung des Zirkus Otelli Platzes an der Vorderdorfstrasse hinter dem MeKa statt. Dies war eine würdige Einleitung der Jubiläums-Saison 2010.

 

„Rund um de GLOtelliBUS“ war 2009 das aufwändigste Programm, das Otelli jemals inszeniert hat: Die Reise der beiden Clowns mit Hund rund um die Welt per Schiff, Auto, Flugzeug, fliegendem Teppich und in Gedanken erforderte unzählige Kostüme und Kulissen vom Dschungel über die Wüste bis an den Palmenstrand und in die Arktis … aber auch China-Sound und Dudelsack-Musik !

EUROtelli’08 lebte vom Fussball, an dem sich auch zarte Ballerinen beteiligten, andere Akrobaten auf 80 cm grossen „Fussbällen“ equilibrierten und tanzten erstmals Cheerleaders in unsere Manege. -  Regierungsrat Markus Kägi beehrte uns mit seinem Besuch – wir liessen ihn hinauf ans Trapez schweben …

 

 

 

 

 

 

Nach fast zweijähriger Bauphase durften wir 2007 unser eigenes Probenlokal „MeKa“ beziehen: Unsere Väter hatten das ehemalige Waschhaus eines grossen Bauernhauses in unzähligen Arbeitsstunden umgebaut. Auch finanziell bedeutete dieser Ausbau einen „Hosenlupf“, ermöglicht uns aber seither das Proben zu jeder Zeit, auch im Winter, und auch bei Regen und Schnee – ein unglaublich toller Gewinn !

2006 kooperierten wir mit Singapore Airlines, indem wir ihren erst zwei Jahre später fliegenden A380 erstmals bei uns im Chapiteau fliegen liessen und ihren offiziellen Werbeslogan übernehmen durften: „A380 first and only to fly with Otelli“. In unserem Programm AIRPORTELLi’06 hatten wir echte Uniformen des Fluggesellschaft, besuchte uns der CEO von Zürich, druckte die SIA in ihrer Hauszeitung einen längeren, illustrierten, englischen Beitrag über unser Programm ab, und durften wir später noch eine B777 in Kloten besichtigen. In der Manege spielten zehn Otelli-Kinder Reinhard Mey’s „Über den Wolken“.

20 Jahre Otelli feierten wir 2005 mit einem grossen Fest in der Mehrzweckhalle von Otelfingen und einem Fotobuch. Daneben durften wir in der Industrie ein neues grosses Winterlager beziehen.

2005 beteiligten wir uns am Otelfinger Dorffest doppelt: Zum einen als Strassenzirkus (inkl. Wildschwein Tinga !), und zum anderen mit einer Einlage im Musical „Öl z’Otelfinge“.

Die Idee zu unserem Programm „*****Hotelli“ 2004 wurde fünf Jahre später vom Circus Monti „g’stibiezt“ (Grandhotel Monti), indem auch dort die Kontrolleuse, die jonglierenden Köche, die fünf Sterne u.a. auftauchten. Allerdings eigene Hotel-Frottéwäsche, einen Hotellift und ein 5-Gang-Menu für den Wildschwein-Gast hatte Monti nicht …

Mit dem Programm „Leitere-Zirkus“ schlug Otelli 2003 alle eigenen Rekorde in Sache konsequenter Umsetzung des jeweiligen Mottos: In  jeder der 34 Nummern war das Thema Leiter vertreten ! Zudem begann die bis heute in keinem anderen Schweizer Jugendzirkus gepflegte Tradition des Leiternlaufens.

Seit 2003 besitzen wir die eigene Homepage www.otelli.ch und einen eigenen Zirkuswagen, „s Träumli“, eine sogenannte Maringotte. Sie wurde nach eigenen Plänen von Clown Ferdinand (Stefan Dietrich) in Arlesheim gebaut. Im gleichen Jahr konnten wir einen Hürlimann-Traktor Jahrgang 1967 erwerben, der von einem Otelli-Vater liebevoll und aufwändig restauriert worden ist. Das Gespann ist seither unser Aushängeschild vor der Fassade !


Wagen

Am 29. September 2002 hatte Otelli die grosse Ehre, auf dem Zürcher Sechseläutenplatz im Chapiteau des Zirkus Stey eine Matinée geben zu dürfen ! Ein unerwartet grosses Publikum konnten wir mit einem Querschnitt durch unser Programm EXPOTELLI.02 unterhalten. Dabei waren nicht nur alle Otelli-Kinder, sondern auch unser Wildschwein Tinga und das Muneli Picci. Das Orchester des Zirkus Stey begleitete uns live, Vertikalseil und Trapez hingen in schwindelerregender Höhe ...

Das Programm EXPOTELLI.02 führte zum vierten Mal dazu, dass Otelli ein speziell (dieses Mal von einem professionellen Grafiker gestaltetes) kreiertes Logo hatte. In den vergangenen Jahren hatten wir zusätzlich bei den Programmen "Akrotelli-Festival" 1991 (für die Akrotellis und für das Programm 700 Jahre Schweiz) und "Phantom vom Zirkus" 1998 eigens für Otelli kreierte Logos.
Am 14. Juni 2002 engagierten wir zu einer gratis Vorstellung für unsere Sponsoren, Gönnerinnen und Passivmitglieder die vor allem aus dem Circus Krone bekannten Clowns Pierino & Olga zu uns nach Otelfingen. Die beiden gaben zusätzlich zwei Vorstellungen für alle Primarschüler der Gemeinde. Waren wohl je so internationale Zirkus-Künstler in unserer kleinen Landgemeinde ?

Am 10. März 2002 besuchte eine grosse Zahl von Otellis das Kinderkonzert des Zürcher Kammerorchesters unter der Leitung von Howard Griffiths. Die Veranstaltung war dem Zirkus gewidmet und kein geringerer als der internationale Schweizer Jongleur Kris Kremo unterhielt das Publikum zusammen mit seiner Frau Yelena Larkina zu klassischer Musik. Nach der Vorstellung hatten die Otellis die Ehre, persönlich mit Kris Kremo zu reden und sich sogar noch einige Tips zum Jonglieren zu geben !

Auf den 1. Dezember 2001 wurde unser Gemeindepräsident und ehemaliger Kantonsrat Ernst Schibli in den Nationalrat gehoben. Dazu veranstaltete die Gemeinde eine grosse Feier, an welcher der Zirkus Otelli auf der Bühne eine längere Nummer mit Clown-Einlage zum Besten gab, die speziell für den Jubilar inszeniert worden war.
2001 war Zürich Gastkanton an der OLMA in St. Gallen. Für den grossen Umzug wurde Otelli eingeladen, das Furttal zu vertreten. Wir dekorierten dazu einen riesigen Anhänger, spielten darauf und rund herum während des Umzuges Zirkus. Im vorderen Teil des Wagens war der Raubtierkäfig mit unserer Wildsau Tinga dabei (sie hatte übrigens grosses Vergnügen an der Sache !), und auf dem Zugfahrzeug war ein Orchester untergebracht, das uns begleitete !
Zum Jubiläum 15 Jahre Otelli durften wir 2000 zum dritten Mal (nach 1990 und 1995) in den Sommerferien eine Woche mit dem Circus Monti reisen. Wir schliefen im eigenen Chapiteau, kochten für uns und durften beliebig hinter die Kulissen der täglichen Abläufe in einem richtigen Zirkus schauen. Dazu gehörten natürlich auch Dislokationen mitten in der Nacht und das Helfen bei Ab-, Aufbau und in den Ställen. Unschätzbare Erfahrungen für unsere kleinen Artistinnen und Artisten !

 

 

Das Jahr 2000 ist sicher in die Geschichte von Otelli eingegangen: Wir erhielten unser Wildschwein Tinga als Wappentier unserer Gemeinde. Dominik zog das kleine Tier auf und dressierte es zusammen mit Fritz Zollinger. Damals war es noch herzig und harmlos, so dass es auch an der Leine geführt werden konnte. Später war Tinga mit über 100 kg natürlich stärker als jeder ausgewachsene Mann ...
Leider ist sie 2005 von einem Auto tot gefahren worden.
Das Programm 1999 stand unter dem Motto "Otelli du soleil". Wir imitierten den bekannten Cirque du Soleil, in welchem alle Nummern tänzerisch miteinander verwoben werden, indem wir Kinder der Ballettschule Eliane Benz (Zürich) engagierten, die mit klassischen Balletteinlagen unser Programm auf einmalige Art bereicherten.

 

 

Über den Zirkus Otelli erschienen in den vergangenen Jahren nicht weniger als sechs Bücher und eine Broschüre. Vier der Bücher waren den Jubiläen gewidmet (5, 10, 15 und 20 Jahre), eines dem Motto 1998 "S Phantom vom Zirkus" (Roman mit Einbezug von Otelli), eines dem Wappentier unserer Gemeinde, dem Wildschwein, und eine letzte Broschüre dem Sommerlager von Otelli 1995 im Circus Monti.
Literatur über den Otelli
Das Programm "Phantom vom Zirkus" von 1998 war ganz sicher eine Sache, die niemand der Beteiligten vergessen wird: Das geheimnisvolle Phantom suchte uns während des ganzen Jahres immer wieder heim, bildete den Roten Faden in den Vorstellungen, verbreitete nicht nur Rätsel, sondern leider bei einigen Kindern auch Schrecken, führte zu einem 60-seitigen Programmheft und sogar zu einem Buch (Roman, Aufzeichnung der Beziehungen zum "Phantom der Oper").

 

Das Programm "Phantom vom Zirkus" von 1998 war ganz sicher eine Sache, die niemand der Beteiligten vergessen wird: Das geheimnisvolle Phantom suchte uns während des ganzen Jahres immer wieder heim, bildete den Roten Faden in den Vorstellungen, verbreitete nicht nur Rätsel, sondern leider bei einigen Kindern auch Schrecken, führte zu einem 60-seitigen Programmheft und sogar zu einem Buch (Roman, Aufzeichnung der Beziehungen zum "Phantom der Oper").
Am 21. Juni 1997 besuchten die Otelli-Jongleure das Schweizer Jonglier-Festival in Zürich. Das war ein ganz besonderes Erlebnis, von dem auch einige Tipps nebst einem zusätzlichen Quäntchen Motivation mitgenommen worden sind!
 
Auf den Jahreswechsel 1995/96 durfte Otelli die Weihnachtskarte der Gemeinde Otelfingen mitgestalten - eine ganz besondere Ehre !

 

 

Am 28. August 1996 besuchte eine Delegation des internationalen Kongresses der Ludotheken eine kommentierte Probe des Zirkus Otelli. Frauen und Männer aus Brasilien, Südkorea, Russland, Frankreich, England und weiteren Ländern verfolgten unsere Arbeit mit Interesse und versuchten zum Teil noch selber die eine und andere Disziplin.
Am Dorffest der Gemeinde Otelfingen im Sommer 1995 betrieb unser Zirkus im eigenen Chapiteau ein Restaurant. Dazu liessen wir es uns natürlich nicht nehmen, auch einige Kostproben aus dem neuen Programm zu präsentieren.
Eine ganz besondere Sache erlebten wir am 7. Mai 1992 erleben: Wir wurden mit verschiedenen anderen Stars (zum Teil aus dem Circus Knie) an Hans Gmürs Bernhard-Apéro eingeladen. Auf der (viel zu kleinen ...) Bühne bestritten wir ein eigens dazu einstudierte Charivari vor dem Grosstadt-Publikum von Zürich !
Zur 700-Jahr-Jubiläum der Schweiz bereicherte Otelli 1991 die 1.August-Feier der Gemeinde mit öffentlichen Proben und Vorführungen.
Am 30. September 1989 gaben wir zum Leidwesen der Eltern (zirkusmüde nach der Saison) ein Gastspiel in der Nachbargemeinde Buchs. Die Sache wurde schliesslich trotzdem ein grosser Erfolg: Auf der herzigen Bühne mit ansteigenden Zuschauerrängen wirkten die Kinder wunderschön, wir konnten sogar zwei Trapeznummern zeigen, und die Einnahmen liessen sich auch sehen !
(In diesen Jahren gaben wir noch das eine und andere auswärtige Gastspiel. Schliesslich wurden sie aber zeitlich und organisatorisch einfach zu viel, so dass wir das heute
nur noch sehr selten machen)
In den ersten Jahren spielten wir jeweils am ersten Wochenende in der Siedlung Dörfli Bodenacker, bauten dann ab für das zweite Wochenende im Bungert. Die Kinder hatten sehr kleine Garderobezelte (Campingzelte), und der Sattelgang war ein luftiges, nicht sehr regensicheres Provisorium ...
Am 28. Mai 1988 wurde in Otelfingen die Mehrzweckhalle mit Bühne eingeweiht (in dieser Halle proben wir noch heute jeden Dienstag Abend). Otelli durfte als Rahmen und Roten Faden durch diese Einweihungszeremonien führen !
Am 20. September 1986 fand die Ur-Première des Kinderzirkus Otelli im eigenen, kleinen Chapiteau im Dörfli Bodenacker in Otelfingen statt !